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Welche Regeln gelten für den Fitnessstudio Besuch?

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Geräte im Fitnessstudio

Vielen Fitnessstudios drängten bereits seit Wochen in der Corona-Krise wieder aufsperren zu dürfen. Seit dem 29. Mai dürfen nun sämtliche Sportstätten auch für Hobbysportler wieder öffnen. Das heißt, ein Besuch im Fitnessstudios ist wieder möglich. Dazu gilt es aber einige wichtige Regeln zu beachten.

Welche Hygieneauflagen sind im Fitnessstudio zu beachten?

Für das Betreten und den Aufenthalt gilt:

  • Mindestabstand von 1 Meter zwischen sämtlichen anwesenden Personen. Dazu zählen Kunden und Mitarbeiter, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Kunden haben im Fitnessstudio eine mechanische Schutzvorrichtung (z.B. Maske) zu tragen.
  • Betreiber und Mitarbeiter haben ebenfalls eine mechanische Schutzvorrichtung (z.B. Maske) zu tragen, wenn keine gleichwertige Schutzvorrichtung (z.B. Acrylglasscheiben) vorhanden ist.

Während der Sportausübung im Fitnessstudio gilt:

  • 2 Meter Abstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben (Ausnahme: kurzfristiges Unterschreiten oder aus Sicherheitsgründen).
  • Dementsprechend besteht für Fitnessstudio-Besucher keine Maskenpflicht während der Sportausübung.

Darf mein Fitnessstudio den Betrag für die Monate abbuchen, in denen geschlossen war?

Laut der Wirtschaftskammer Österreich ist davon auszugehen, dass ein Kunde für die Dauer der behördlichen Schließung kein Entgelt zu leisten hat bzw. ein bereits geleistetes (aliquot) zurückerhält. Die vertraglich zugesicherten Leistungen konnten derzeit aufgrund der behördlich verfügten Schließungen nicht durchgeführt werden. Diese Schließung hat weder der Fitnessbetrieb noch der Kunde zu vertreten. In den Vertragsgrundlagen wird in der Regel für diesen Fall nichts vorgesehen sein. Solche Bestimmungen sind zudem nicht unumstritten, da darin eine Regelung zu Lasten des Verbrauchers geschaffen wird. Eine Durchsetzung ist daher fraglich.

Habe ich Anspruch auf die entgangene Zeit der Mitgliedschaft? Kann die Zeit der behördlichen Schließung an die ursprüngliche Vertragsdauer angehängt werden?

Eine einvernehmliche Verlängerung der Vertragsdauer ist zulässig. Eine Verpflichtung besteht für das Fitnessstudio dazu nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart worden ist.

Ist Online-Training ein gültiger Ersatz für die entgangenen Stunden im Fitnessstudio?

Bei Verbrauchergeschäften sind nur solche Änderungsrechte für die Leistung in AGB verbindlich, die laut WKO den Kunden zumutbar sind, insbesonders weil sie sachlich gerechtfertigt und geringfügig sind. Diese Vorbehalte müssten damit sie rechtswirksam sind, möglichst genau und konkretisiert sein. Diese Bedingungen werden bei den bestehenden, mit den Kunden vereinbarten AGB angesichts einer gänzlichen Einstellung des Offline-Trainings nicht gegeben sein.

Ist vom Vertragsumfang zum Beispiel zusätzlich zum Training im Studio auch die Möglichkeit von Online-Trainings umfasst, dann können solche, die schon erstellt wurden und weiterhin über die Homepage des Fitnessstudios abrufbar sind weiter angeboten werden. Ein Online-/Videotraining von innerhalb und außerhalb der Betriebsstätte ist zulässig, solange inklusive der Mitarbeiter nicht mehr als fünf Personen anwesend sind und die Sicherheitsvorkehrungen (Abstand mindestens 1 Meter innerhalb des Teams und zu den jeweils gefilmten Personen) eingehalten werden. Dass deswegen, aber das Entgelt wie für die übliche Gesamtleistung geleistet werden müsste, ist nicht anzunehmen, weil die reduzierte Leistung nicht mehr in adäquaten Verhältnis zur Gegenleistung für ein „Offline“ steht.

Quelle: www.wko.at

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